Landesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH NRW
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Berlinreise

11.8.2016

Die Reisegruppe
Die Reisegruppe

16 Meisterinnen der Hauswirtschaft der Region Neuss-Grevenbroich unternahmen vom 30.06. bis 03.07.2016 eine Berlinreise, die von der Sie verlassen die Internetseite Konrad-Adenauer Stiftung organisiert und „Berlin – Politik, Kultur und Geschichte“ benannt war.

Am 30.6. ging es frühmorgens los in einem Kleinbus mit unserer persönlichen Reiseleiterin Natalia Towstjuk. Nach dem Eintreffen in Berlin besuchten wir die Gedenkstätte und das Sperrgebiet Hohenschönhausen, eine Haftanstalt, die schon im 3. Reich errichtet wurde, später von der sowjetischen Geheimpolizei und während der DDR-Zeit als Untersuchungshaftanstalt für Ostdeutschland genutzt und ausgebaut wurde mit „U-Boot“-Keller, einem weiteren Neubau und einem Arbeitslager. Wir besuchten 68 dunkle Zellen im Keller und waren fassungslos über die entwürdigenden Haftbedingungen, durch die missliebige Personen – vor allem sogenannte Republikflüchtlinge – psychisch zermürbt und oft ohne rechtsstaatliches Verfahren inhaftiert blieben. Die Haftanstalt konnte so lange streng geheim und auf keinem Stadtplan verzeichnet bestehen, weil das Gebiet als Wohnviertel ausschließlich von Stasi-Mitarbeitern bewohnt wurde.

Am 2. Tag besichtigten wir das Sie verlassen die Internetseite Mauermuseum – Haus am Checkpoint Charlie. Die Dauerausstellung zeigt die Hintergründe zur Errichtung der Mauer, entscheidende Ereignisse ostdeutscher Geschichte, originale Gegenstände, die zur Flucht aus der DDR dienten. Sie verdeutlicht den besonderen Einfallsreichtum der Menschen, die flüchteten, um in die Freiheit zu gelangen. Darüber hinaus führten wir ein beeindruckendes Zeitzeugengespräch mit dem ehemaligen DDR-Grenzpolizisten Rudi Thurow, der jedoch zum Fluchthelfer wurde und 57 Menschen half, von Ost- nach Westberlin zu flüchten.
Der übrige Teil des Tages galt der neueren Geschichte. Vom Brandenburger Tor ging es zu den Bürogebäuden des Bundestages, zum Presseamt, Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Blick auf das Kanzleramtsgebäude. Schließlich saßen wir auf der Besuchertribüne des Bundestages und erfuhren einiges über die Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes sowie über die Entstehung, Zusammensetzung und Arbeit des Bundestages. Auch für einen Aufstieg in die Kuppel und einen schönen Rundblick blieb einige Zeit.

Am 3. Tag fuhren wir nach Potsdam. Dort besichtigten wir unter sachkundiger Führung das Gästeschloss Friedrich des Großen und die Parkanlagen des Sie verlassen die Internetseite Schlosses Sanssouci. Das UNESCO-Weltkulturerbe präsentierte sich bei bestem Sonnenschein. So konnten wir bei einem Spaziergang den terrassierten Weinberg am Südhang vor der Verlängerung der beiden Seitenflügel des Schlosses, die Wasserspiele, die Marmorbalustrade und die Schöpfbrunnen genießen und dazu die historischen Ausführungen der Führerin aufnehmen. Nach dem Mittagessen folgte eine Stadtrundfahrt, die Sehenswürdigkeiten und wiederaufgebaute Schönheiten zu bewundern. Potsdam ist nicht von ungefähr eine beliebte Stadt für Künstler und Prominente.

Besuch der Mauer
Besuch der letzten Stücke Mauer

Bevor wir am 4. Tag die Heimreise antraten, besuchten wir die „Gedenkstätte Berliner Mauermuseum“, ein historischer Ort in der Bernauer Straße. Auf 1,4 km ist der Grenzstreifen erhalten mit letzten Stücken der Berliner Mauer, die Ost- und Westberlin teilte. Vom Aussichtsturm des Dokumentationszentrums hatten wie Einblick in einen Bereich, wo die Tiefenstaffelung erhalten ist, so dass wir einen besonderen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen gewinnen konnten. Außerdem sahen wir den Nordbahnhof, einen S-Bahnhof, der zum „Grenz- und Geisterbahnhof“ wurde, weil er während der Teilung geschlossen war und die Züge hier nicht mehr hielten. Abends brachte uns der Busfahrer wieder gut zurück nach Neuss. Er war nicht nur ein sicherer Fahrer, sondern kannte sich auch exzellent in Berlin aus. Wenn er uns zu einem Treffpunkt fuhr, sorgte er durch kurze Umwege dafür, dass wir immer wieder weitere Sehenswürdigkeiten von Berlin wahrnehmen und uns an markanten Gebäuden orientieren konnten.
Wir danken der Sie verlassen die Internetseite Konrad-Adenauer Stiftung für die sehr gute Organisation, die Vermittlung hervorragender Führer/innen und die finanzielle Unterstützung.

Veronika Schlang